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Warum wir ein „Buch des Semesters“ haben
Seit dem Wintersemester 2006/2007 wird bei unserer Arminia regelmäßig des „Buch des Semesters“ ausgerufen, von welchem dann im Arminenecho und im Internet-Forum berichtet wird. Der Grund für die Etablierung dieses literarischen Begleiters war ein bewegender Brief unseres verstorbenen Bbr. Prof. Dr. Roland Wehner v/o Ohm, welcher im 13. Arminenecho abgedruckt wurde. Darin berichtete er an den Philistersenior von seiner schweren und unheilbaren Krankheit – Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) - eine seltene Muskelschwunderkrankung. Die damit einhergehende Bewegungsunfähigkeit nahm ihm viele seiner Fähigkeiten – ausgenommen das Lesen. So schrieb er in seinem Brief von seiner Auseinandersetzung mit philosophischen und theologischen Themen, die nun zum absehbaren Ende seines Lebens für ihn wichtig geworden waren.
Insbesondere der letzte Absatz seines Briefes hat bei den Arminen Eindruck hinterlassen, weil er darin resümierte, an wie vielem er seiner Meinung nach als Student in geistiger Hinsicht vorbeigelebt hat. Daher hatte er sich Gedanken darüber gemacht, wie man die Aktivitas in der heutigen Zeit zur geistigen Auseinandersetzung mit solchen Themen anregen könnte, und so lautete seine letzte Empfehlung: „Wenn die Aktiven überhaupt Zeit zum Lesen haben, dann könnte man ihnen vielleicht ein Buch des Semesters empfehlen“.
Dieser Gedanke wurde dann bereits bei der Weihnachtsfeier 2006 aufgegriffen und seither zu Beginn jedes Semesters umgesetzt. Zum ersten Buch des Semesters wurde in Gedenken an Ohm der Bestseller von Mitch Albom „Dienstags bei Morrie“ erklärt – ein Buch, welches sich mit der Lebenslehre eines an ALS erkrankten Soziologie-Professors beschäftigt. |