Die Wiederbegründung von 1897

Im 1891 begründeten KDV wurde nach dem Beitritt der KDStV Cheruscia Würzburg im Jahre 1893 immer wieder der Wunsch laut, auch in Freiburg eine Kartellverbindung ins Leben zu rufen. Bbr. Paul Zahnen (ArF!), der Sohn unseres Widerbegründers Joseph „Seppl“ Zahnen, berichtet in der Festschrift zum 100. Stiftungsfest ab S. 54: „Der eben genannte Novese Seppl Zahnen verbrachte das Wintersemester 1896/1897 in Freiburg i.Br., um die Möglichkeiten zu prüfen. [...] Die Recherchen von Seppl Zahnen ergaben, daß die Umstände für eine neue Verbindung günstig waren. Die katholischen Korporationen hatten schon zu viele Mitglieder; sie konnten nicht alle aufnehmen, die sich zu ihnen drängten, so daß viele korporationswillige Studenten wild bleiben mußten. [...]

Er verkehrte in den Familien Schweitzer und Meister, aus denen je 2 Sohne unserer ARMINIA beitraten, darunter Karl Meister v. Elmar als Mitbegründer. [...] Hinzu kam, daß 2 Leibfüxe von Seppl, nämlich stud. jur. Wilhelm Darius v. Baldur und stud. jur. Wilhelm Classen v. Pitsch, beide ebenfalls Novesen, zusagten, im Sommersemester 1897 nach Freiburg zu kommen und als Mitbegründer und Chargen der Verbindung tätig zu werden, Prof. Heiner lud Seppl Zahnen ein, am 1. März 1897 ins Kollgeium Sapientiae zu kommen und mit ihm und den drei Mitgliedern des Kollegs Anton Retzbach, Adolf Rösch v. Zasius und Alois Borchert v. Armin über die Gründung der neuen Verbindung und die Durchführung der Gründung zu beraten. Bei dieser Zusammenkunft wurde die Gründung unserer Arminia beschlossen. Gleichzeitig wurde man sich einig, sie vorzunehmen als Widerbegründung des ehemaligen kath.-theol. Vereins ARMINIA, der bis zum 19. Februar 1886 in Freiburg bestanden hatte und an diesem Tage einstweilig suspendiert worden war. Farben, Zirkel und Wahlspruch des alten Vereins sollten angenommen werden. Die Statuten wurden im Anschluß an diejenigen der Novesia entworfen und später vom akademischen Senat bestätigt. Die Farben waren grün-gold-violett, wozu die Fuxenfarben grün-gold-grün traten. Der Verbindungszirkel war derjenige der alten ARMINIA, ebenso, wie gesagt, der Wahlspruch „Unitas, libertas, caritas“. Als Couleur wurde der orange Stürmer gewählt, um die Verwechslung mit einer anderen Verbindung, welche eine gelbe Mütze trug, zu vermeiden. Die Verse der Farbenstrophen dichtete Seppl Zahnen. [...]"

Nach der erfolgreichen Wiederbegründung 1897 trat ARMINIA dem KDV bei, 1910 dem CV. Im Jahre 1899 wurden erste Kontakte zur AKV Rauracia geknüpft. 1914 wurde das alte Verbindungshaus in der Dreikönigstraße 14 bezogen.

Schließlich kam der Erste Weltkrieg in dem 19 Bundesbrüder fielen.

 

© 2010 Arminia Freiburg