Liebe Gäste, liebe Bundesbrüder,
etwas spät im Semester gibt es hier noch meine Empfehlung zum „Buch des Semesters“.
Ich habe mir das Buch „Die Leber wächst mit ihren Aufgaben“ von Dr. med. Eckart von Hirschhausen ausgesucht.




Zum Autor:
Dr.med. Eckart von Hirschhausen wurde 1967 geboren. Er studierte Medizin und promovierte 1994 magna cum laude an der Universität Heidelberg. Ab 1996 studierte er Wissenschaftsjournalismus und schrieb für Magazine wie den Focus. Es folgten Fernsehauftritte, eine eigene Sendung beim hessischen Rundfunk und weitere Zeitungsbeiträge wie „Die etwas andere Medizinkolumne“ (wöchentlich erschienen im Stern).
Nebenher trat Hirschhausen seit 1990 als Stand-Up-Comedian, Moderator und Zauberkünstler und war mit fremden und eigenen Kabarettprogrammen auf der Bühne und im Fernsehen zu sehen.
Seit 2007 trat das Multitalent Hirschhausen dann auch als Autor hervor und veröffentlichte sein erstes Buch.

Zum Buch:
Der Bestsellerautor untersucht und kommentiert die neuesten Entdeckungen, Auswüchse und Irrtümer der Medizin. Er fällt mit Glaubersalz vom Glauben ab, rettet die Welt durch neue Schlaftechniken der Medizin und lernt Gelassenheit nicht mit Hilfe indischen Ayurvedas, sondern durch das Verkehrsaufkommen in der indischen Hauptstadt. Er verschreibt keine Placebos, sondern liefert handfeste Lebenshilfe in einer Welt, für die wir nie geschaffen wurden.
Mit Liebe zum komischen Detail schildert er seine Erfahrungen und Geschichten, die einem bekannt vorkommen und ansteckend und lustig sind.
Sein Markenzeichen: intelligenter Witz mit nachhaltigen Botschaften.

Das Buch ist teilweise tatsächlich recht witzig zu lesen und schafft es sogar manch eine Botschaft zu vermitteln und ist somit durchaus lesenswert.
Viele der Geschichten sind nett zu lesen. Man erkennt sich selbst oder andere darin und muss deswegen schmunzeln und lachen. Man kann wirkliche wissenschaftliche Erkenntnisse aus einem anderen Blickwinkel betrachten und so „seinen Horizont erweitern“.
Allerdings schafft es lange nicht jedes Kapitel, jede Geschichte, den Erwartungen, die man an einen „Topseller“ stellt, gerecht zu werden. Bei manchen Kapiteln hatte ich das Gefühl, dass der Autor zu zwanghaft versucht hat lustig zu sein, Themen rausgesucht hat, die keinen Mensch interessieren oder einfach nur schlecht geschrieben hat.

Mein Fazit:
Ich denke das Buch kann sehr gut zum Zeitvertreib gelesen werden, als Klo- oder Einschlaflektüre genutzt werden und einen dabei erfreuen. Wenn man mal wieder ein bisschen lachen will kann man es auch gerne aufschlagen und durchstöbern, sollte dann aber nicht erwarten, dass einen jedes Kapitel zum Lachen bringt.
Wer eine ernste Lektüre zum Thema „Leber, Aufgaben der Leber und Leberbeschwerden durch zu hohen Alkoholkonsum“ sucht, sollte sich vom Titel aber nicht in die Irre führen lassen und lieber zu einschlägiger Fachliteratur greifen.

Das Buch liegt natürlich ab sofort auf dem Haus aus und kann von Interessierten abgeholt und gelesen werden.

Goethe ArF! HPR

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